Raum der Begegnung


In mehr als zehn Jahren Selbstständigkeit ging es für mich Schritt für Schritt nach außen – immer weiter, immer mehr. Und irgendwann wurde sichtbar: Etwas fehlte. Nicht im Außen, sondern in mir. Ich hatte mich auf dem Weg dorthin von Teilen entfernt, die zu mir gehören.

Mein Weg führte mich bewusst nach innen: über 8.500 km zu Fuß, drei Jahre Prozess, neun Monate dieses Zelt in der Natur und drei Monate vollständig nur mit mir allein – mit Wasser, Reis. Zurück in die Einfachheit, in die Ursprünglichkeit und zu dem, was bereits da ist. In diesem Raum konnte ich erfahren, was wirklich zu mir gehört und was nicht. Ich lernte, Grenzen zu setzen, meine eigene Form immer mehr zu erkennen, anzunehmen und zu verkörpern – und sie zunehmend zu leben.

Je tiefer ich in mir gewachsen bin, desto größer wurde der Raum, den ich im Außen halten konnte – denn wahre Fülle entsteht, wenn inneres Wachstum äußere Größe tragen kann.

Verbinden und Formen

Dieser Prozess hat meine Fähigkeit freigelegt, das Ursprüngliche und Einfache wieder mehr wahrzunehmen – und die unsichtbaren Ressourcen zu erkennen, die bereits vorhanden sind, aber oft nicht genutzt wurden. Vieles davon bekommt bereits Ausdruck. Vieles darf noch seine Form bekommen.

Wirkung

Meine Form immer mehr zu verkörpern bedeutet für mich, zurückzukehren zu dem, was bereits da ist – und ihm Raum zu geben, sichtbar und wirksam zu werden. 

Wo Raum ist zeigt sich was fehlt. Genau dort liegt das Gold – in Form von Potenzial.